Beton mal anders: The House in Japan von Case-Real

Architektur, Interior

Beton als sichtbarer Baustoff hat in den letzten Jahren rasend an Popularität gewonnen. Mit durchdachten Strukturen sowie besonders feiner Qualität wurde Beton zu einem Material, das vom Wohnzimmer über die Küche bis hin zu kleinen Wohnaccessoires mittlerweile nahezu überall zu finden ist.

Dennoch gilt Beton häufig als kalt und entsprechende Entwürfe werden als futuristisch wahrgenommen. Dass das jedoch nicht zwingend der Fall sein muss, zeigt ein von Case-Real entworfenes Haus auf der japanischen Insel Yoron Island, das lichtdurchflutet und räumlich sehr offen daherkommt.

Leichtigkeit trotz Sicherheit

Die Gegend, in der sich „The House“ befindet, ist für starke Winde bekannt, die sogar Hurricane-Ausmaße annehmen können. Aus diesem Grund lag ein besonderer Schwerpunkt des Architekten auf dem Sicherheitsaspekt. Unabhängig von Wind und Wetter sollen die Insassen des Gebäudes sicher und warm leben können.

Zu diesem Zweck wurde zum einen eben das stabile Grundgerüst aus Beton eingesetzt, zum anderen aber auch Netzstrukturen in allen Öffnungen. So wird sichergestellt, dass der Wind keine Gegenstände ins Innere des Gebäudes befördern und damit die Insassen verletzen oder sonstigen Schaden anrichten könnte. Bei schönem Wetter fällt die Schutzschicht dabei nur durchweg positiv auf.

Licht und Schatten

Die vorgelagerte Netzstruktur schützt zum einen, sorgt gleichzeitig aber auch für wunderschöne Schattenspiele bei Sonnenschein, Zum einen erhöht dieses Verhindern von direkter Einstrahlung die Energieeffizienz im Sommer, zum anderen verleiht die Struktur dem gesamten Gebäude deutlich mehr Leichtigkeit. Glasbausteine im Badezimmer vereinen das Verlangen nach Privatsphäre mit maximalem Lichteinfall.

Was außerdem für die warme Grundstimmung von „The House“ sorgt, ist die Verwendung von hellen, warmen Farbtönen beim Beton sowie bei Möbels und Fensterrahmen aus Holz. Während die Inspiration für die schützenden Netzstrukturen vom traditionellen japanischen „Flower Block“ Bauverfahren kommt, sind im Look des Gebäudes durchaus auch orientalische Einflüsse zu erkennen, die jedoch sehr modern interpretiert wurden.

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